Bali

Halli Hallo

Ich habe häufig gelesen, dass Bali intensiv sei und grosse und auch schwierige Prozesse in Gang setzen kann. Und ich kann dies für mich nur bestätigen!

Die ersten Tage fühlte ich Schmetterlinge im Bauch. Der Fahrer vom Flughafen zum Hotel umarmte mich zum Abschied, der Blick auf das Reisfeld ist trotz Baustelle wunderschön und der Duft der Räucherstäbchen und Opfergaben einfach unbeschreiblich. Wir konnten problemlos ein Haus mit dem erwünschten Pool finden und der Geburtstag meines Mannes (40!) war Traumschiff-kitschig.

Doch nach einigen Tagen waren die ersten Schmetterlinge weg. Das Haus roch nach Putzorgien immer noch nach Rauch, ich finde es zu gross, die Kommunikation mit dem Besitzer zu umständlich und selbst auf Yoga im überfüllten Yogabarn habe ich so gar keine Lust. Dazu kam das schlechte Gewissen, trotz des Luxus eines Hauses mit Pool eine schlechte Zeit zu haben und daraus das Gefühl, eine verwöhnte, undankbare Göre zu sein.

Ich habe also tief durch geatmet und meine schlechte Laune ehrlich kommuniziert. Und versucht einfach zu akzeptieren, wie es mir geht und zu schauen was mir gut tut. Was total simpel klingt ist für mich jedoch nach wie vor schwierig. Viel zu oft lasse ich negative Gefühle nicht zu, sondern versuche sie mit lauter Tätigkeiten zu verdrängen.

Die letzte Woche habe ich ganz viel Zeit mit mir selber verbracht. Ich habe mehrere Massagen genossen, ich war alleine essen, ich habe gemütlich im Liegestuhl und im Café ein Buch gelesen und für mich geschrieben. Und mir wurde wieder einmal ganz deutlich bewusst, dass sich um mich selber kümmern (Self Care oder auf Deutsch Selbstpflege) der Schlüssel zu Selbstliebe ist.

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Reisfeld neben Arma Resort in Ubud

Seit einigen Tagen bin ich wieder im Fluss. Ich bin glücklich. Einfach von innen heraus. Ich habe nach wie vor sehr das Bedürfnis nach Ruhe und Zeit für mich. Und das ist total in Ordnung. Anstatt Yoga in einer grossen Klasse besuchte ich Vorgestern die dritte Einzellektion in balinesischem Tanz, was mir riesengrosse Freude bereitet.

Wir haben uns auch endlich eingestanden, dass wir das Haus nicht wirklich lieben und das trotz Pool (welcher letzte Woche mehr nach einem Teich aussah, inklusive Fröschen 🙂 ) und dem Vorteil der Lage. Nachdem ich dem Besitzer gesagt hatte, dass wir das Haus den zweiten Monat nicht mehr mieten, fühlte ich mich sehr erleichtert.

Ubud ist wunderschön. Überall ist Kunst und die balinesische Architektur gefällt mir besonders gut. Die Gärten sind richtige Oasen. Besonders gut gefällt mir die Umgebung rund um das Arma Museum und Resort. Von unserem Haus aus können wir nach 100 Meter Hauptstrasse über kleine Seitenstrassen zum Reisfeld hinter dem Arma spazieren und von dort entweder durch den Arma Resort oder weiter zum Yoga Barn, um dann dieses zu durchqueren um ins Zentrum von Ubud zu spazieren. Auf dieser Strecke zum Yoga Barn begegnete mir noch nie ein Tourist, dafür Fussball spielende balinesischen Kinder, Frauen, die im Fluss baden und am Morgen früh der Müllwagen.

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Reisfeld neben Arma Resort in Ubud

Ubud ist aber auch sehr anstrengend. In den Hauptstrassen ist der Verkehr verrückt. Trotz Nebensaison sind die Strassen viel zu klein für die Menge an Autos und Motorräder. In Einbahnstrassen (gilt übrigens nur für Autos) ist teilweise als Fussgänger kaum ein Durchkommen. Der Gehsteig dient als wilder Parkplatz und wird oft auch von Motorradfahrern benutzt, um an der stehenden Autokolonne vorbei zu kommen. Ein Bekannter aus Ubud meinte, dass in vielen Familien jede Person ein Bike besitze und wenn dann die ganze Familie irgendwo hin fährt, ist bereits ein riesen Verkehr.

Mein Mann hat die letzten zwei Wochen gearbeitet und hat bald bis zu unserer Rückkehr noch einmal fünf Wochen Ferien. Bald geht es weiter ans Meer, unsere Favoriten sind Tulamben und die Gili Inseln.

Little J fühlt sich hier sehr wohl. Sie geniesst das Baden und die Ausflüge sehr. Leider hat sie im Moment keine regelmässigen Kinder Kontakte, das fehlt ihr.

Nach fast 3 Monaten auf der Reise hat Simon und Little J. jetzt den Bali Belly erwischt. Bisher blieben wir von Magen Darm Geschichten verschont. Zum Glück ist Little J. einigermassen fit, jedoch hat es Simon recht deftig erwischt mit Fieber. Weshalb wir sogar beim Arzt waren, um Schlimmeres auszuschliessen (zuerst hatte er 12 Stunden nur Fieber und Gliederschmerzen).

Rund um Ubud gibt es sehr viel zu entdecken und es gibt noch ganz vieles, dass ich gerne noch sehen möchte. Mitte März kommen wir noch einmal nach Ubud zurück, wo ich ein Tanzintensiv besuchen werde.

Ich veröffentliche regelmässig Fotos auf meinem Instagram Account.

Alles Liebe aus Bali
Melanie

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