Angsthase macht Stand Up Paddling

Halli Hallo

Ich gestehe euch etwas: Ich bin ein Angsthase.
Dinge die ich nicht kenne, nicht kontrollieren kann, welche schnell sind, wo ich fallen kann, all das macht mir Angst. Ich denke zu viel nach, informiere mich umfassend bevor ich etwas mache, wiege die Risiken ab und überwinde mich dann eventuell. Manchmal bin ich dann vor Angst so angespannt und verkrampft, dass ich mich gar nicht freuen kann.

Nach wie vor, trotz den vielen Jahren, die ich mich mit der Akzeptanz von mir und meinem dicken Körper beschäftige, kommen doch immer wieder alte, in meinem Hirn eingebrannte Gedanken hoch.

Was, wenn ich zu dick bin dafür?
Was, wenn das Material meinem Körpergewicht nicht stand hält?
Was, wenn etwas passiert?
Und wenn ich mich blamiere und mich alle auslachen?

Dazu kommt der Stolz und der Wunsch doch alles gut machen zu wollen.

Die Erkenntnis, wie viele solche Gedanken immer wieder in meinem Kopf herum schwirren, macht mich traurig.

In einem mutigen und kraftvollen Moment ging ich zu den Beach Boys von der Kiteschule nebenan und liess mir erklären, wie das Stand Up Paddling funktioniert.

Nachdem ich die ersten Minuten kniend auf dem Brett verbrachte, habe ich mich ans Aufstehen gewagt. Orientiert am Mittelpunkt vom Brett, habe ich rasch die Balance gefunden. Noch etwas wackelig habe ich langsam etwas vorwärts gepaddelt.

Zwischendurch bin ich sitzend weiter raus Richtung Sonnenuntergang gepaddelt. Ich war so happy, ich habe auf dem Meer draussen gesungen, gelacht und gejauchzt! Pure Freude und Ekstase.

Wider meiner Erwartungen bin ich nicht ins Wasser gefallen (was auch egal gewesen wäre, denn viele, die das erste Mal Stand Up Paddlen – egal ob dünn oder dick – fallen ein paar Mal ins Wasser). Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich jemand auslacht oder ich mich blamiere. Der Vermieter hat sogar zu Simon gemeint, dass ich eine sehr gute Balance besässe.

Aber das wichtigste von allem: Ich war so glücklich.
So glücklich, es gewagt zu haben. Den Wind im Gesicht, die untergehende Sonne, die Sicht auf die ganze Bucht. So nahe meinem geliebten Meer zu sein und dieses Gefühl von Freiheit und Lebensfreude, das Leben mit allen meinen Sinnen zu spüren.

Was ich für mich daraus mitnehmen will: Weniger denken, öfters probieren. Spass haben, auch einfach am ausprobieren. Ich muss nicht alles gleich können, ich darf auch scheitern! Mutig sein und das Leben geniessen.

Unterdessen war ich ein zweites Mal auf dem Meer draussen und fühlte mich dabei sehr viel ruhiger als beim ersten Mal und empfand das Paddeln als sehr entspannend.

Alles Liebe
Melanie

Koh Phangan – Reise Update

Update 2016/01/08

Gestern Samstag hat es am Nachmittag aufgehört zu regnen und die Strassen waren meist wieder trocken. Die Situation hat sich leicht entspannt, vielerorts waren jedoch noch Gebiete überflutet. Heute regnet es wieder ziemlich stark. Morgen soll es dann endlich besser werden…

Update 2016/01/06

Den Artikel habe ich noch im alten Jahr verfasst. Unterdessen sind wir bereits über zwei Wochen auf Koh Phangan.

Seit dem Montag regnet es fast ununterbrochen, teilweise sehr heftig. Viele Strassen, Resorts und Restaurant sind überflutet. Nachdem es bereits im Dezember bereits heftige Niederschläge gab, trifft es diese Gegend zum zweiten Mal innerhalb eines Monats. Die Situation hat sich innert kürzester Zeit zugespitzt. Zum Glück hat der Regen heute etwas nachgelassen und das Wasser konnte etwas sinken. Viele Menschen sitzen fest und können nicht weiter.

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Regen, Regen, Regen!

In unserem Resort fliesst das Wasser rasch durch den Sandboden ins Meer. Ich konnte gestern morgen noch einkaufen (wer hätte gedacht, wie schnell sich die Landschaft in nur zwei Stunden verändert) und im Resort nebenan gibt es leckeres Essen [Ed: und eine umfangreiche Speisekarte].

Gestern Abend fühlte ich mich sehr ängstlich. Am schwierigsten ist für mich, dass es keine offiziellen Informationen über die Situation gibt. Die meisten News erhalte ich über Facebook, aber natürlich sind diese Informationen mit Vorsicht zu geniessen.

Während ich hier in unserem Häuschen das Wetter aussitzen kann, denke ich an all die Menschen hier, welche um ihr Hab und Gut und ihre Existenz bangen müssen und direkt nach dem Wiederaufbau Ende Dezember wieder in überfluteten Strassen und Häusern stehen.

Ich hoffe, dass alle in Sicherheit sind und sich niemand unnötigen Gefahren aussetzt.

Stay safe!

Melanie

P.S. Häufigere Updates gibt es auf meiner Facebook-Seite.


Halli Hallo

Nach Chiang Mai sind wir am 20. Dezember weiter nach Koh Phangan im Süden Thailands gereist. Die Reise war sehr anstrengend. Wir waren alle erkältet und mussten am voll gestopften Gate ohne Informationen auf den verspäteten Abflug nach Surat Thani warten. Vom Flughafen fuhren wir mit einem alten, wackeligen Car etwas über eine Stunde zur Fähre.

Am Pier hat uns der erste Blick aufs Meer fröhlich gestimmt und mit einer warmen Mahlzeit im Bauch sind wir um 18 Uhr mit der Fähre los gefahren. Das Schiff sah auf den ersten Blick nicht sehr vertrauenerweckend aus, doch da nur wenige Passagiere die letzte Fähre nahmen hatten wir viel Platz und das machte diesen Teil der Reise zum angenehmsten.

Um 20.30 sind wir dann endlich auf Koh Phangan angekommen, wo uns ein Sammeltaxi zu unserem Resort brachte. Nach einer Dusche sind wir müde ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen bin ich nach einer schlechten Nacht früh aufgewacht. Rückenschmerzen vom harten, unbequemen Bett und eine nonstop laufende Nase. Ein kleiner Spaziergang am Strand hat mir gut getan, bis es anfing zu regnen. Als der Regen gegen Mittag langsam nachliess haben wir uns auf den Weg zu Einkaufen nach Thong Sala gemacht.
Der erste Tag war bis auf einige tolle Momente Abends am Strand sehr mühsam und anstrengend und ich fühlte mich wie durchgekaut.

Auch am zweiten Tag wollte bei mir noch kein richtiges Strandfeeling aufkommen. Bei all dem Schlimmen auf der Welt fühlte ich mich schlecht, zusätzlich noch mit Rückenschmerzen und einer Erkältung. Irgendwann an diesem Tag fasste ich den Entschluss, dass es ganz einfach O.K. ist, wenn ich mich schlecht fühle. Als ich diese Gefühle akzeptierte, ging es mir bald besser.

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Unser Häuschen am Strand

Am nächsten Morgen genoss ich es, früh wach zu sein, ging am Strand spazieren und machte ein paar leichte Yoga Übungen um meinen Rücken leicht zu dehnen. Bereits vor dem Frühstück schwamm ich im Pool und genoss die Ruhe. Wir alle fühlten uns fast wieder gesund und genossen den Pool, den Strand und den Blick von unserer Terrasse aufs Meer.

Und dann war schon der 24. Dezember. Am frühen Morgen ging ich zu Fuss am Strand entlang zum Supermarkt noch ein paar Kerzen kaufen. Später sammelten wir dazu Muscheln, ein Bambus Rohr und Sand vom Strand, um daraus unsere Weihnachtsdekoration zu basteln.

Baden im Meer, nichts tun, am Strand spielen, all das haben wir an Weihnachten noch nie gemacht, und es war herrlich!

Am Abend gingen wir zu einem benachbarten Resort zum Essen und dort war alles so richtig kitschig weihnachtlich. Alle mit Weihnachtsmützen, Lichtern in den Bäumen und Weihnachtsmusik. Das ganze war trotz Kitsch sehr stimmungsvoll.

Bei unserem Bungalow haben wir noch in aller Ruhe für uns drei die Kerzen angezündet, gesungen, ein paar Kekse gegessen und Little J ein Geschenk überreicht. Im Zimmer hat sie lange mit dem neuen Spielzeug gespielt.

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Weihnachtdeko mal anders

Am 25. Dezember ging hier gar kein Wind und die Hitze hat uns für eine lange Siesta ins Schlafzimmer getrieben. Little J hat noch je ein kleines Geschenk von ihren Grosseltern, Gotti und Götti erhalten. Das schöne am gemütlichen Auspacken war, dass sie lange und ausgiebig mit jedem Geschenk spielen konnte, bevor sie das nächste erhielt.

Bei Simon und mir wollte keine Weihnachtsstimmung mehr aufkommen und wir wollten sie auch nicht künstlich herstellen und so bestand unser Weihnachtsmahl aus Cornflakes mit Milch. Am Abend haben wir mit Freunden und Familie geskypet, was sehr schön war.

Am 26. Dezember machten wir einen Ausflug nach Chaloklum im Norden der Insel. Simon meldete sich für den Tauchkurs an und holte die Unterrichtsmaterialien zum lernen ab. In einem Café konnte ich nach Wochen wieder einmal einen Chai Tee geniessen – yummy!

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Am Hafen von Chaloklum

Die nächsten paar Stunde verbrachten wir am am wunderschönen Malibu Beach: Schneeweisser Sand, viele Schatten spendende Palmen und eine ruhige Umgebung – sehr gemütlich.

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Malibu Beach, Koh Phangan

Am 27. Dezember wollte ich ein paar Stunden für mich und endlich meine erste Yoga Stunde in Thailand besuchen. Also fuhr ich mit dem Sammeltaxi ins Yoga Zentrum Sri Thanu und in die neue  Anahata Yoga Shala.

Das Yoga Studio ist offen und der Blick auf die Palmen und die Natur wunderschön. Als einzige Schülerin kam ich in den Genuss einer Einzellektion. Anton, der Lehrer, hat das Programm kurzerhand auf meine Bedürfnisse und meine Rückenschmerzen zugeschnitten. Ein langsames Aufwärmen im mir noch unbekannten Stil von Sukshma Vyayama Yoga und danach Yoga Therapy, beides ein ganz anderes Yoga als ich es sonst kenne. Das Ziel des Trainings war, meinen Körper wieder richtig auszurichten. Nach der Stunde war ich komplett entspannt und fühlte mich rundum wohl.

Bei einem kurzer Café Stopp und Stöbern in einigen kleinen Shops freute ich mich auf das Abendessen mit meinen zwei Lieben.

Am nächsten Morgen bin ich das erste Mal seit einer Woche ohne Rückenschmerzen aufgewacht, sehr dankbar für diese heilsame und wohltuende Yoga Lektion. Vielen Dank Anton und Anahata Yoga Shala, ich werde auf jeden Fall zurückkommen!

Die erste Woche ist bereits rum. Simon ist im Tauchkurs und Little J und ich geniessen einen ruhigen Tag. Hier in Koh Phangan fühlen wir uns unterdessen sehr wohl. Das meiste ist toll, einiges nicht so, wie zum Beispiel die Geschmacksverstärker vielerorts im Essen (wieso, wieso?), die super teuren Sammeltaxi Preise und das grosse Abfall Problem auf der Insel. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Ich grüsse euch von Herzen!

Alles Liebe Melanie

2016 – Das Jahr des fliessen lassen und der Frauen

Halli Hallo ihr Lieben

Dieser Text spukt bereits lange in meinem Kopf herum und doch musste es der 31. Dezember werden, bis ich ihn aufs Papier (resp. den Bildschirm) bringe.

Zu Beginn des Jahres habe ich ein Vision Board für das Jahr hergestellt. Eine Collage mit Herzens Wünschen. Dabei habe ich versucht mich nicht zu sehr von meinem Kopf leiten zu lassen, sondern einfach zu visualisieren, was sich gut anfühlt.

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2016 wurde für mich das Jahr der Selbstfürsorge, des mich-fliessen-Lassens und auch des Experimentierens. Ich wollte mich für einmal nicht pushen, sondern mehr auf mein Bauchgefühl achten und ganz einfach sein dürfen, mit allen meinen Ecken und Kanten.

Und phuuuh, dieses Jahr hatte so viele Lektionen für mich bereit. Durch das mich fliessen lassen und offen sein habe ich so viel gelernt, ich kann es gar nicht recht in Worte fassen.
Rückblickend waren auch die schwierigen Zeiten und Konflikte lehrreich, aber in diesen Momenten war es alles andere als „ach ja, bringt die Krisen, ich lerne bestimmt daraus“.

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Das Jahr 2016 war für mich das Jahr der Frauen. Ich durfte so viele wunderbare, inspirierende Frauen kennenlernen und bin so dankbar. Ich habe heute ein neues Gefühl von Verbindung zu anderen Frauen.

Es liegt mir sehr am Herzen, euch ein paar der Frauen und Lektionen, die ich durch sie lernen durfte, zu zeigen.

Durch Esther von kaliayoga.ch durfte ich die heilende Wirkung von Frauenkreisen kennen lernen. Mich im Kreis mit Frauen so zu zeigen, wie ich bin und andere Frauen so anzunehmen wie sie sind, ohne sie verändern zu wollen, war für mich eines der schönsten Geschenke die es gibt. Zu sehen, dass es einen Umgang unter Frauen gibt, weg von Neid, Vergleichen und ohne der antrainierte Fassade ist so wunderbar. Ich danke dir liebe Esther und allen Yogini und Frauenkreis Schwestern von ganzem Herzen!

Bitte schaut euch doch das Projekt der Frauenoase von Esther an und falls es euch möglich ist, unterstützt dieses doch bitte bis heute Abend!

Im Frühling durfte ich an einem Workshop von Zola Dubnikova in Bern teilnehmen. Esther hat diesen Workshop organisiert und mir Zola als Lehrerin empfohlen. Ich war super kritisch und wusste lange nicht, ob ich wirklich teilnehmen will, hatte ich doch vor einem Jahr mich vom Tanz und vor allem vom Unterrichten verabschiedet. Der Kurs startete damit, dass wir im Kreis unsere Intention für das Wochenende teilen sollten. Und ich teilte mit den anderen, dass ich nach dem harten „Schlussmachen“ mit dem Tanz all die negativen Gefühle rund um den Tanz heilen will. Der Workshop bestand aus Tanz, Übungen am Boden, Mudras, Atemtechniken, Bewegungsmeditation und vielem weiteren. Dieses Wochenende hat in mir ungeahnte Energien frei gesetzt. Ich konnte die Musik mit neuen Ohren hören, meine Hüften haben so getanzt wie nie zu vor und ich durfte eine Freude beim Tanzen verspüren welche unfassbar schön war. Umringt und getragen von den Frauen, habe ich mit ihren Stimmen und dem Rhythmus ihrer Geräusche begleitet mein Herz heraus getanzt. Ich habe aus meinem Inneren heraus getanzt, losgelöst von all den negativen und kritischen Stimmen in meinem Kopf. Dieses Wochenende hat grosse Spuren hinterlassen und meine Beziehung zum Tanz und mich als Tänzerin hat eine ganz anderer Dimension erhalten. Vielen Dank liebe Zola aus der tiefe von meinem Herzen! Ich wünsche mir im 2017 mehr von dir zu lernen.

In diesem Jahr durfte ich eine ganz liebe neue Freundin finden. Nic von www.minimalistmuss.com habe ich per Zufall im Internet kennengelernt. Da sie auch in der Schweiz wohnt und kleine Kinder hat, haben wir uns kurzerhand getroffen. Nicole ist eine wahnsinnig sprudelnde, kreative, herzliche und wahnsinnig tolle Person. Ihre Spontanität, ihre Schöpferkraft und ihr Durchhaltevermögen sind mir ein grosses Vorbild. Liebe Nicole, vielen Dank für all die schönen Momente! Ich denke gerade an unseren Abend in Bern zurück und hoffe, dass wir diesen bald wiederholen können.

In Momenten wo meine Energie ganz tief war und mir alles zu viel wurde(das war mir bis vor kurzem gar nicht bewusst), ging ich zu Elisa Malinverni ins Yin Yoga. In den Stunden konnte ich ganz zu mir kommen, einfach sein und ganz in die Yin Yoga Stellungen sinken lassen und meinen Atmen fliessen lassen. Elisa hat die Stunde mit ihrer beruhigender Stimme begleitet und mich mit ihren Worten oft sehr berührt. Zu akzeptieren was gerade ist, im Moment nichts ändern zu müssen, dass ich in Ordnung bin so wie ich bin, um nur einige zu nennen. Das Yin Yoga hat immer mein Herz geöffnet, mir Zeit gegeben um hin zuschauen, zu fühlen um danach entspannt ins Bett zu fallen. Danke liebe Elisa für den sicheren Hafen deiner Yin Yoga Stunde!

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Voller Dankbarkeit denke ich an dieses Jahr mit all den tollen Frauen zurück.

An die Momente mit meiner Little J, welche der grösste Lehrer für mich ist.

An meine beste Freundin Astrid – für deine Freundschaft gibt es gar keine Worte!

An Katharina, welche mich immer wieder mit ihrer Weisheit und ihrer Fähigkeit zu fliessen und zu verändern inspiriert.

An Daniela für das Singen und einfach ihr wundervolles Wesen.

An CB für ihre Unterstützung und ab und zu ein Tschutt in den Allerwertesten.

An Yvonne, welche mich ins Aareschwimmen eingeführt hat.

An Andrea, die ich in Chiang Mai kennenlernen durfte und all die wunderbaren Frauen die ich dort im Yogatree im Frauenkreis treffen durfte.

Ich denke an alle guten Gespräche, an meine Familie, an meine Freunde, an jedes Lachen und an jede Unterstützung.

Danke liebe Frauen für ein unvergessliches 2016!

Von Herzen
Melanie

Wie vor einem Jahr werde ich den Übergang vom alten ins neue Jahr mit meinem Herzensmenschen verbringen. Danke Simon für Alles, dass du so verrückt bist und mit mir auf dieser Reise in Asien und durch das Leben bist. Danke für ein unvergessliches 2016!

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Familienabenteuer in Chiang Mai – erste Eindrücke

Nachtrag:

Unterdessen sind wir bereits 19 Tage in Chiang Mai. Die Zeit vergeht wie im Fluge und es fühlt sich an, als ob wir bereits sehr lange unterwegs sind. Die letzten paar Tage war Little J krank und auch ich war nicht fit. Wir sind uns also alle gegenseitig auf die Nerven gegangen.

Morgen fliegen wir weiter nach Koh Phangan in ein kleines Häuschen am Strand. Ich freue mich sehr auf das Meer und darauf, etwas mehr Platz zum Leben zu haben.

Ich bin auch traurig, Chiang Mai zu verlassen. Es gäbe noch so viel zu sehen. Gerne würde ich noch mehr Stunden mit Tanzen im Yoga Tree verbringen und mit all den tollen Frauen, die ich dort treffen konnte. In meinem Herzen bleiben all die tollen Menschen, die ich hier kennenlernen durfte und die schönen Momente mit meinen zwei Reisebegleitern.


Halli Hallo

Nach 10 Tagen in Chiang Mai habe ich langsam das Gefühl, dass ich angekommen bin. Angekommen in einer Welt, welche anders tickt, anders riecht und wo ich nicht hundert To Do’s habe.

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Wat Rajamontean

Die ersten paar Tage waren wir soooo müde. Wir wollten möglichst schnell den Jetleg überwinden, haben dabei jedoch unsere 3 1/2 jährige Tochter nicht einkalkuliert, welche um 18 Uhr einschlief, dann von 22 bis 3 Uhr wieder wach war. Nach zwei Tagen fand ich, dass ich einfach nur noch schlafen will, egal zu welcher Zeit. Nach 3 Tagen war der Jetlag endlich überstanden, doch die Müdigkeit blieb.

Ich musste mir und Simon immer wieder in Erinnerung rufen, dass wir vor der Reise all unseren Hausrat erneut aussortiert und gepackt haben, die letzten Wochen fast nonstop unter Strom standen und bereits mit einem Schlafdefizit in unsere Ferien gestartet waren. Dazu der Prozess des Abschiedes von unserer alten Wohnung und ganz vielen lieben Menschen und dem Beginn eines neuen Lebensabschnitts.

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Wat Rajamontean

Am Samstag habe ich einen Tanzkurs besucht, in welchem es darum ging, einfach das zu tanzen, was gerade da ist. Ich konnte alle meine Emotionen austanzen und fühlte mich danach so glücklich, frei und entspannt; endlich in Chiang Mai angekommen!

In diesen zehn Tagen haben wir bereits sehr viel gesehen und erlebt und es ist schwierig nur ein paar Sachen zu beleuchten.

Etwas vom eindrucksvollsten sind die über 300 Tempel in Chiang Mai. In der Altstadt von Chiang Mai sind überall kleinere und grössere Tempel, so dass wir wir manchmal überraschend vor einem Tempeltor gestanden sind.
Ich dachte, Little J würde sich beim Tempel besichtigen schnell langweilen, aber im Gegenteil: sie ist sehr fasziniert, will in jeden Tempel rein gehen und hat schnell verstanden, wie sie sich im Tempel korrekt verhält.

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Wat Lok Mo Li

Ich kann gar nicht sagen, welcher Tempel mich am meisten beeindruckt hat. Jeder hat einen neuen Eindruck und ein neues Erlebnis mitgebracht.

Wir leben ganz nahe der grossen neuen Maya Mall, in einem Quartier mit zu 95% Chinesischen Touristen. Es ist super interessant, die Mode und die Art der Chinesen zu beobachten. Das ist für uns glaube ich der grösste Kulturschock.

Unser Hotelzimmer ist tip top (X2 Vibe Hotel Decem) und auch wenn die Lage nahe Maya Mall und dem hippen Nimman-Quartier seine Vorteile hat, ist hier alles extrem teuer und um in die Altstadt zu kommen müssen wir auf ein Tuk Tuk oder Red Car ausweichen. Nach dem wir hier in der Gegend fast immer, trotz handeln, viel zu viel für Tuk Tuk  und Red Car (ein 3-4 faches des normalen Taxi-Preises) ausgegeben haben und ich von einem Tuk Tuk Fahrer sehr frech behandelt wurde, haben wir nach einem Tipp auf Uber gewechselt. Damit sind wir mega happy. Die Preise sind fair, die Fahrzeuge sicherer, wir entgehen den Abgasen und die Fahrer sehen den Zielort bereits im Voraus auf der Karte, was die Kommunikation sehr erleichtert. Und wir haben seither nur noch einen Viertel der Transportkosten. Wir hatten gerade heute morgen eine sehr nette Begegnung mit einem Uber-Fahrer. Uber ist erst seit Anfang November hier in Chiang Mai. Und ich denke etwas Konkurrenz zu den unfairen Tuk Tuk Fahrer schadet nicht.

Am Schwierigsten ist es, mit dem starken Verkehr klar zu kommen und der Linksverkehr erschwert das zusätzlich. Die grosse Kreuzung bei der Maya Mall überquere ich abends nur ungern und mit einem müden Kind einen Kilometer am Strassenrand zu laufen kann zur Tortur werden.

Die letzten Tage haben wir immer wieder Tempel und Restaurants in der Natur ausgesucht, da die Sehnsucht nach Ruhe und Natur im Moment gross ist.

Meine Kleine liebt den Pool beim Hotel (brrr… mir ist er zu kalt) und die Besuche bei den Tempel. Sie braucht immer wieder Zeit einfach im Hotelzimmer für sich selber zu spielen. Auch wenn wir immer wieder ganz ruhige Tage einlegen, bemerke ich, dass sie hier permanent überreizt ist. Sie vermisst ihre Freunde, ganz besonders ihre Cousins. Ich denke es wird ihr gut tun, wenn wir  bald einige Wochen am Meer verbringen und dort etwas mehr Alltag erleben.

Jetzt sind meine Schultern vom langen Schreiben verspannt. Ich glaube ich brauche jetzt erst einmal eine Massage.. (Ich weiss – nicht sehr nett, dass so heraus zu posaunen) 🙂

Danke fürs Zuhören!

Alles Liebe,
Melanie

Impressionen aus Chiang Mai

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Wat Srisuphan

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Wat Phra Singh

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Street Art in Chiang Mai

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Wat Methang

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Wat Umong

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Wat Umong

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Wat Chedi Luang

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Wat Phrathat Doi Suthep

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Wat Phrathat Doi Suthep

 

Eine Bluse – Zwei Herbst Outfits

Halli Hallo,

Es ist naheliegend, dass ich den Blog wieder mit einem Outfit Beitrag starte (bevor ich euch bald mit den ersten Thailand Bilder flashe). So muss ich mich nicht zu weit aus meiner Komfort Zone heraus wagen.

Während dem Jahr ohne Blog gab es immer wieder Zeiten, in welchen ich Lust auf Mode hatte und während anderen Phasen habe ich einfach immer meine Lieblingsoutfits getragen.  Manchmal fand ich mich wunderschön und zum anbeissen,  und dann fand ich mich und alles einfach blääh.

Ich habe weniger Kleider gekauft und fühle mich viel Zufriedener mit meiner Garderobe. Ich musste auch einsehen, dass mir viele meiner alten Sachen nicht mehr entsprechen, und dass ich langsam einige meiner Lieblingskleider ersetzen muss.

Das Project333 habe ich nicht mehr weiter geführt, jedoch ab und zu aus Interesse meine Kleider gezählt und bemerkt, dass sich meine Garderobe auf etwa 40 Stück eingependelt hat.

Ich versuche, qualitativ gute Kleidung zu kaufen und mir jeden Kauf gut zu überlegen. Ich würde gerne auf Fast Fashion verzichten, aber leider hapert es massiv bei der Umsetzung.
Im Frühling habe ich mir einen dünnen, teuren Sommerpullover gekauft, welcher nach zwei Mal waschen bereits alt und abgenutzt aussah.
Für Sommershirts bin ich durch diverse Geschäfte in Zürich gerannt um schliesslich im Schweden zu landen und mir einen Herbst Cardigan zu kaufen. Erwischt, dieser Kauf war nicht gut durchdacht, sondern von ganz viel Frust geprägt. In letzter Zeit hatte ich auch mit Onlineshopping eher Pech…

Beim herausnehmen meiner Herbst-Klamotten habe ich bemerkt, dass mir Oberteile fehlen und ich habe spontan beim Schweden vorbei geschaut und mir zwei Blusen gekauft.

Langer Rede kurzer Sinn: sofern ein Kleidungsstück meinen Wünschen entspricht und ich überzeugt bin, dass ich es viel benutzen werde, dann darf es auch ab und zu der Schwede sein.

Outfit 1

Bluse: H&M (aktuell im Shop), Cardigan: H&M (hier in grün, der Frustkauf vom Sommer), Leggings: Kj Brand (alt), Schuhe und Tasche (alt).

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Outfit 2

Bluse: H&M (aktuell im Shop), Leggings: Kj Brand (alt), Mantel: Persona by Marina Rinaldi gekauft in der Boutique Be Code (im letzten Winter), Tasche : Liebeskind (alt), Schuhe: Gabor, gekauft im Second Hand Shop Chleiderkarussell in Bern.

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Kennst du fair produzierte Mode in grossen Grössen?
Bei welchen Marken bist du von der guten Qualität überzeugt?

Alles Liebe,
Melanie